YUMI ist ein Windows-Programm zum erzeugen sogenannter MultiBoot USB-Sticks, mit deren hilfe sich mehrere Linux Live-Systeme oder auch z.B. Windows Betriebsystem Installationen paraellel auf einen portablen USB-Stick speichern und später ausführen lassen können. Mit der Windows-Laufzeitumgebung WINE, lässt sich das Programm auch nahezu problemlos unter Linux-Systemen verwenden, leider müssen Dateisystem nahe Operationen mit systemeigenen Werkzeugen erledigt werden, da WINE hierfür noch keine APIs implementiert hat.
Die Schritte sind recht einfach und schnell zusammengefasst. Aber Vorsichtig: Die Anleitung richtet sich an Anwender, die sich mit der Materie auskennen und ggf. selber die Befehle überprüfen und anwenden können. Ich übernehme bei möglichen Datenverlust keine Verantwortung!

  • Speicher-Stick formatieren und je nach bedarf FAT32 oder NTFS formatieren (bei bestimmten Windows-Setups kann es einzelne Dateien >4GB geben, wobei FAT-Dateisysteme an ihre Grenzen stoßen). Hierfür eignet sich z.B. das Programm gparted sehr gut.
  • YUMI ausführen und Distributionen auf Stick hinzufügen (näheres siehe bei Pendrivelinux.com)
  • Label setzen: Angenommen die primäre Partition des Sticks heißt /dev/sdb1 und ist z.B. unter /var/run/media/onny/TOSHIBA gemounted, setzen wir als erstes das für YUMI notwendige (?) Label:
sudo mlabel ::"MULTIBOOT" -i /dev/sdb1
  • Datenträger kann jetzt nochmal neu eingehängt werden, für die richtige repräsentation im Dateisystem (siehe nächster Schritt).
  • Bootloader für FAT-Dateisystem installieren:
sudo pacman -S core/syslinux
syslinux --version
#  syslinux 4.07  Copyright 1994-2013 H. Peter Anvin et al
sudo syslinux -ifd /multiboot /dev/sdb1
  • Bootloader für NTFS-Dateisystem installieren:
sudo extlinux -i --device /dev/sdb1 /var/run/media/onny/MULTIBOOT/multiboot

Ich habe leider mich ewig damit rumgeschlagen den Syslinux Bootloader lauffähig zu machen, bis Ich festgestellt habe, dass die Version aus testing (>6.x) Probleme bereitet und den Stick nicht zum starten bringt.
Um so schöner das Ergebnis von YUMI, einem echt empfehlenswerten Programm! Auch wenn Ich hierfür jetzt keine Windows-VM mehr benötige, sollte man mal eine Linux-Alternative dafür entwickeln. Empfehlenswerte native Alternativen gibt es bis jetzt _noch_ nicht …